Johann Zelzner

Regenstaufer ehren Altbürgermeister mit Bürgermeister-Zelzner-Platz

Ein Name ist aus Regenstauf nicht mehr wegzudenken: Johann Zelzner. Der Altbürgermeister wirkte 30 Jahre lang als Erster Bürgermeister in Regenstauf und legte so den Grundstein für den wirtschaftlichen Aufschwung in der größten Kommune im Regensburger Landkreis. Während seiner Amtszeit hat sich die Einwohnerzahl von 6000 auf 15000 Einwohner erhöht. Zahlreiche Firmenansammlungen konnte Johann Zelzner als seinen Erfolg verbuchen.

Vom Armenhaus der Oberpfalz zur größten Gemeinde im Landkreis
Als er 1966 Bürgermeister wurde, gab es viel zu tun in Regenstauf. Aber Johann Zelzner war immer ein Mann der Tat und setzte viele Baumaßnahmen um. In seiner 30-jährigen Amtszeit wurden viele Schulen, Feuerwehrhäuser aber auch Sozialwohnungen gebaut. Auch der Bau des neuen Rathauses viel in seine Amtszeit.
Altbürgermeister Johann Zelzner regierte nicht vom Schreibtisch aus, sondern er überzeugte sich z. B. auf Baustellen immer persönlich vor Ort vom Stand der Maßnahme.

Der „schnelle Hans“ aus dem Regental
Durch sein großes Engagement und seine große Bürgernähe, die sich z.B. durch seine starke Präsenz auf Vereinsfesten etc. zeigte, war er viel unterwegs. Ein ehemaliger Mitarbeiter von ihm bringt es mit folgendem Zitat auf den Punkt:
„Ich war heute schon im Ministerium in München, war in der Regierung der Oberpfalz und im Landratsamt. Und heute Abend habe ich noch 11 Weihnachtsfeiern“, antwortete der Altbürgermeister einmal, als er nach seinem Arbeitstag gefragt wurde. Spätestens nach diesem Ausspruch erklärt sich sein Spitzname, „der schnelle Hans“, von selbst. Mit seinem Elan riss er auch seine Mitarbeiter mit.

Stele „Bürgermeister-Zelzner-Platz“ enthüllt
Im Alter von 92 Jahren widmete der Markt Regenstauf ihm zu Ehren nun den Platz beim Mehrgenerationenhaus auf seinen Namen: Mitten im Zentrum von Regenstauf heißt der neu gestaltete Platz nun „Bürgermeister-Zelzner-Platz“.
Stolz enthüllte der Altbürgermeister gemeinsam mit dem amtierenden Bürgermeister, Siegfried Böhringer, eine Stele mit dem eingravierten Namen.
Neben dem 2. Bürgermeister Johann Dechant kamen auch zahlreiche Marktgemeinderäte und Wegbegleiter zur Einweihung des Platzes.

(PM inkl. Foto des Marktes Regenstauf)
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Wer mehr über Regenstauf erfahren will, hat vielfältigste Möglichkeiten. Eine davon ist, sich mit Johann Zelzner zu unterhalten. Er wurde 1925 geboren, kann also bereits auf ein langes Leben zurückblicken. Zudem nahm er aktiv Einfluss auf die Entwicklung seiner Heimatgemeinde.

Auch heute noch sieht man ihn häufig bei den verschiedensten Ereignissen in der Marktgemeinde. Man kann den jüngeren Teil der Regenstaufer Geschichte an seiner Person festmachen und könnte auch viel über ihn schreiben und erzählen. Um vieles spannender ist es jedoch, den Altbürgermeister und Ehrenbürger der Marktgemeinde selbst zu Wort kommen zu lassen.

Seinen Lebenslauf hat er uns in wenigen Worten beschrieben. Erheblich ausführlicher wird er, wenn es um seine Erinnerungen an die Zeit im Kindergarten geht (Text als PDF):


Der Stichtag für die Einschulung war damals noch der 1. Oktober, so dass Johann Zelzner stets zu den Älteren in seiner Klasse zählte. Sein Jahrgang wiederum war der erste, dessen Schulzeit acht Jahre dauerte. Das achte Schuljahr wurde 1940 eingeführt.




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Die Kriegsjahre

… waren für Johann Zelzner geprägt von Begriffen wie Arbeitsdienst, Balkan bzw. Partisanen, Lazarett und die Lehren daraus:

Im Arbeitsdienst

Begegnung mit Partisanen

Im Lazarett

Vor dreißig Jahren fand ein für Regenstauf bedeutsames Ereignis statt. Unter Beteiligung von rund 3.000 Bürgerinnen und Bürgern wurde der Autobahnabschnitt zwischen Ponholz und Regenstauf sowie der Autobahn-Zubringer Regenstauf-Süd feierlich eingeweiht.



Mit welch diplomatischem Geschick es dem damaligen Bürgermeister gelungen ist, zwei hochrangige Vertreter der Kirchen dazu zu bewegen, daran teilzunehmen, erzählt Johann Zelzner im Interview. Erstaunen weckt der Altbürgermeister auch, wenn er davon berichtet, dass er im Zuge des langen Genehmigungsverfahrens vor Gericht Redeverbot erhielt.

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Über die früheren Lebens- und Arbeitsverhältnisse in Regenstauf berichtet Altbürgermeister Johann Zelzner in einem weiteren Gespräch.



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Im folgenden Gespräch berichtet Johann Zelzner über die Ansiedlung von Firmen in der Marktgemeinde, getreu seinem Motto „Die Arbeit muss zu den Menschen kommen“:

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In den Erzählungen über sein öffentliches Leben als Gemeinderat, Erster Bürgermeister, Stellvertretender Landrat und in anderen Aufgaben schwingt bei Johann Zelzner deutlich das Interesse an einer gedeihlichen Entwicklung der Heimatgemeinde sowie Stolz über das Geleistete mit:


Immer wieder klingt bei Johann Zelzner durch, dass in früheren Zeiten in Regenstauf eher bescheidene Verhältnisse vorherrschten. Das zeigte sich nach seinen Worten auch in der Advents- und Weihnachtszeit. Dennoch erinnert sich unser Altbürgermeister gern an seine Kindheit und daran, wie er den Advent und Weihnachten erlebt hat:

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